Dr. Ulf-Marten Schmieder

Innovationsbeschleuniger – Interview mit Ulf-Marten Schmieder

In einer Beilage der Tageszeitung Die WELT am 7. Dezember 2020 beantwortete Technologiepark-Geschäftsführer, Dr. Ulf-Marten Schmieder, Fragen zum Weinberg Campus Accelerator, dessen zweiter Batch im Januar starten wird.

Der Weinberg Campus Accelerator ist der erste Accelerator in Sachsen-Anhalt. Was macht ihn besonders?

Drei Aspekte machen den Accelerator so außergewöhnlich: Das ist zum einen der klare Branchenfokus auf Biomedical Life-Sciences sowie Greentech, Bioeconomy und New Materials, die auch die Branchenschwerpunkte des Technologieparks Weinberg Campus widerspiegeln. Hieraus ergibt sich der zweite große Pluspunkt: Die Nähe zu Experten aus renommierten Forschungseinrichtungen und internationalen Industrieunternehmen sowie die Möglichkeit der Nutzung von Infrastrukturen zur Technologie- und Geschäftsmodellentwicklung. Nicht zuletzt ist unser Angebot unabhängig von Interessen Dritter, wodurch die Teilnahme nicht mit der Übertragung von Rechten oder Anteilen verbunden ist.

An wen richtet sich das Accelerator-Programm?

Das Angebot richtet sich an Start-ups in der Seed- und Pre-Seed-Phase aus den genannten Branchen und Technologiefeldern.

Wie ist dessen Ablauf?

In vier Monaten decken wir die wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung ab: vom Geschäftsmodell über Finanzierung sowie Marketing und Sales bis hin zu Fragen der Zertifizierung. Die individuellen Ergänzungsmöglichkeit durch die Start-ups runden das Angebot ab.

Wie waren die Reaktionen der sechs Teams auf den gerade beendeten ersten Batch des Accelerators?

Die Start-ups waren vor allem vom intensiven Coaching durch unsere Branchenexperten, den 1:1-Sessions und dem Vermittlungsangebot begeistert. Die meisten Formate haben wir digital durchgeführt, sodass wir auch je ein Start-up aus Indien und den USA betreuen konnten. Unser Accelerator-Team hat hier tolle Arbeit geleistet.

Wer unterstützt bzw. fördert das Programm?

Der Accelerator ist ein Programm für ganz Sachsen-Anhalt. Durch die Förderung der Europäischen Union (ESF) und des Landes Sachsen-Anhalt ist die Teilnahme komplett kostenlos.

Was sind Ihre strategischen Ziele hinter dem Accelerator-Programm?

Die Förderung von innovativen Start-ups liegt in unserer DNA. Wir wollen die Start-ups in die mitteldeutschen Branchencluster Life-Sciences und Bioeconomy einbinden und damit den Innovationsstandort Sachsen-Anhalt und insbesondere den Weinberg Campus nachhaltig und international positionieren und weiterentwickeln.

Was können Sie Start-ups über das Programm hinaus am Standort in Halle (Saale) bieten?

Wir sind sehr stolz auf unseren Technologiepark, einen lebendigen und internationalen „Zukunftsort“ mit 8.000 Studierenden, 6.000 Mitarbeitern in über 100 Unternehmen und Instituten. Für die Entwicklung von Start-ups gibt es hier sehr viel infrastrukturellen Support mit Laboren, Reinräumen, Makerspaces und ein innovatives Start-up-Ökosystem. Außerdem ist Halle eine absolut lebenswerte, grüne Kultur- und Universitätsstadt. Und wenn es sein muss, ist man in einer Stunde mit dem ICE in Berlin (lacht).

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