Usbekische Delegation in Halle

Internationales Projekt mit Usbekistan gestartet

In dieser Woche startete ein internationales Kooperationsprojekt zur Entwicklung moderner Innovationszentren in Usbekistan mit einem einführenden Online-Roundtable. Das Projekt zwischen dem Ministerium für innovative Entwicklung der Republik Usbekistan (MinInno) und dem Technologiepark Weinberg Campus wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert und läuft bis Ende 2022. Ein weiterer Projektpartner auf deutscher Seite ist der Bundesverband der Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V. (BVIZ). Ziel des Beratungsrojektes ist es, die Kompetenzen der Akteure der Innovationskultur in den usbekischen Regionen und die Verantwortung der lokalen Verwaltungsorgane bei der Entwicklung der Innovationskultur in ihren Regionen erhöhen. Hierzu ist der Besuch eines deutschen Expertenteams in Usbekistan und ein Gegenbesuch einer usbekischen Delegation in Deutschland geplant. Außerdem werden zahlreiche Qualifizierungsworkshops mit den Akteuren auf beiden Seiten durchgeführt.

Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Beide Länder können auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken. Diese wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit begann 1987 mit einem Regierungsabkommen mit der ehemaligen Sowjetunion. Im Januar 2019 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Ministerium für innovative Entwicklung der Republik Usbekistan (MinInno) eine Absichtserklärung für eine deutsch-usbekische Innovationspartnerschaft unterzeichnet, die u. a. die gemeinsame Förderung von wissenschaftlich-technischen Projekten vorsieht. ("Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen Deutschland und Usbekistan." Projektträger DLR, 2020)

Das begonnene Kooperationsprojekt des Technologieparks stellt nur einen Teil der aktuellen Beziehungen hallescher Unternehmen und Institute zur Republik Usbekistan dar. Neben dem Engagement der GP Günter Papenburg AG ist das am Campus ansässige Biotech-Startup Okmed Biotech GmbH in Usbekistan tätig. Außerdem hat das ebenfalls hier ansässige Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) am 15. November 2021 in München ein Memorandum of Understanding mit dem usbekischen Agrarministerium unterzeichnet, das die Zusammenarbeit im Bereich der Agrarforschung und des wissenschaftsbasierten Transfers weiter intensivieren soll. 

Foto (v. l. n. r.): Karsten Heinz (Hochrangiger Berater der usbekischen Regierung), Dr. Ulf-Marten Schmieder (Geschäftsführer TGZ und Bio-Zentrum Halle), Mavlon Mamirov (Usbekische Botschaft in Berlin), Vertreter der Usbekischen Botschaft in Berlin 

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